WhatsApp sicher nutzen: Diese Einstellungen sind wichtig
👴 Sicherheit für Senioren

WhatsApp sicher nutzen: Diese Einstellungen sind wichtig

WhatsApp Sicherheits-Einstellungen: Wir zeigen, welche Optionen du sofort aktivieren solltest, um Daten und Privatsphare zu schuetzen.

📅 14. April 2026

Auf einen Blick: WhatsApp ist praktisch für die Kommunikation mit Familie und Freunden – aber auch ein beliebtes Ziel für den „Enkeltrick per Messenger”. Diese Anleitung erklärt die wichtigsten Sicherheitseinstellungen.


WhatsApp im Alltag

WhatsApp ist eine der meistgenutzten Apps in Deutschland – auch bei Seniorinnen und Senioren. Man kann kostenlos Nachrichten, Fotos und Sprachnachrichten verschicken und telefonieren. Das ist sehr praktisch, bringt aber auch Risiken mit sich: Betrüger nutzen WhatsApp zunehmend für den „Enkeltrick” und andere Betrugsmaschen.


Die wichtigsten Sicherheitseinstellungen

Zwei-Schritt-Verifizierung aktivieren (sehr wichtig!)

Die Zwei-Schritt-Verifizierung schützt dein Konto vor Übernahme:

  1. WhatsApp öffnen
  2. Unten rechts: drei PunkteEinstellungen
  3. KontoZwei-Schritt-Verifizierung
  4. Aktivieren antippen
  5. Eine sechsstellige PIN festlegen (nicht vergessen!)
  6. Optional: E‑Mail-Adresse hinterlegen (für PIN-Wiederherstellung)

💡 Warum das wichtig ist: Mit dieser PIN kann niemand deine Nummer auf einem anderen Gerät registrieren – selbst wenn jemand deine SIM-Karte kennt.


Profilbild, Status und „Zuletzt online” einschränken

  1. EinstellungenDatenschutz
  2. Folgende Optionen auf „Meine Kontakte” oder „Niemand” setzen:
    • Profilbild
    • Zuletzt online (zeigt wann du zuletzt aktiv warst)
    • Info (dein Status-Text)
    • Status

So sehen nur deine gespeicherten Kontakte diese Informationen.

Wer darf dich zu Gruppen hinzufügen?

Damit du nicht in unbekannte Gruppen aufgenommen werden kannst:

  1. EinstellungenDatenschutzGruppen
  2. Auf „Meine Kontakte” oder „Meine Kontakte außer…” ändern

Betrug per WhatsApp erkennen

Der „Neue Nummer”-Trick

"Hallo Mama, ich hab eine neue Nummer! 
Bin's, dein Michael. Kannst du mich speichern?"

Dann folgt kurz darauf:

"Ich bin gerade in der Bank, kann aber nicht zahlen. 
Kannst du für mich kurz 500 € überweisen? 
Gebe ich zurück wenn wir uns sehen."

Was tun:

  • Unbekannte Nummer, die einem Familienmitglied gehören soll? → Anrufen unter der dir bekannten alten Nummer!
  • Geldüberweisungen NIEMALS per WhatsApp-Anfrage – egal wie dringend es klingt

Kettenbriefe und Fake-Gewinne

"Herzlichen Glückwunsch! Du bist einer der ersten 100 
WhatsApp-Nutzer und hast einen Amazon-Gutschein gewonnen! 
Klick hier: [Link]"
  • Sofort löschen
  • Link nicht anklicken
  • Nicht weiterleiten (so verbreitet sich der Betrug)

Nachrichten von unbekannten Nummern

  • Unbekannte Nummer, die nach persönlichen Daten fragt? → Blockieren und melden
  • Jemand bittet um SMS-Code oder Kontonummer? → Niemals weitergeben

Unbekannte Kontakte blockieren und melden

Wenn du Nachrichten von unbekannten Nummern bekommst, die verdächtig erscheinen:

  1. Nachricht antippen und gedrückt halten
  2. Drei PunkteMelden (sendet Informationen an WhatsApp)
  3. Kontakt öffnen → Kontakt blockieren

Geblockte Kontakte können dir weder Nachrichten noch Anrufe schicken.


Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Was das bedeutet

WhatsApp verschlüsselt alle Nachrichten automatisch – das bedeutet, dass außer dir und dem Empfänger niemand (auch nicht WhatsApp selbst) den Inhalt lesen kann.

Das schützt deine Nachrichten vor Mitlesen – aber nicht vor Betrugsmaschen, bei denen du selbst Geld überweist. Verschlüsselung hilft nicht wenn jemand dich direkt anschreibt und täuscht.


Datenschutz-Alternativen zu WhatsApp

WhatsApp gehört zu Meta (Facebook-Konzern). Wer mehr Datenschutz möchte:

AppVorteil
SignalHöchste Datenschutzstandards, Open Source
ThreemaKein Konto nötig, Schweizer Server (kostenpflichtig: ~4 €)
iMessageFür iPhone-Nutzer, sehr sicher

Fazit

WhatsApp ist einfach und praktisch – und mit den richtigen Einstellungen auch sicher. Die drei wichtigsten Schritte: Zwei-Schritt-Verifizierung aktivieren, Profilbild und Status auf „Meine Kontakte” einschränken, und bei verdächtigen Geldanfragen immer zuerst direkt anrufen statt per WhatsApp zu antworten.

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